Mit der OUYA kommt voraussichtlich im Frühjahr 2013 die für manche wohl mit am meisten Spannung erwartet Konsole auf den Markt. Doch was ist die OUYA überhaupt und was macht sie so besonders!?
In diesem Artikel möchte ich euch einen Überblick über die OUYA geben – Von der Idee, über die technischen Details bis hin zu den Besonderheiten, die diese neue Spielekonsole vom Rest des Marktes abheben sollen. Noch ist die Android-Konsole wie gesagt nicht frei erhältlich. Sollten sich also noch weitere Details oder Änderungen ergeben, erfahrt ihr es hier: Der Artikel wird regelmäßig mit Updates versehen.
Ihr habt noch Fragen, Kritik oder Anregungen? Euch fehlt ein wichtiges Detail? Dann hinterlasst doch einfach einen Kommentar unter dem Artikel! Viel spaß beim lesen =)
Der Anfang der Ouya
Begonnen hat alles am 02. Juli 2012: Das Konzept für die neue offene Spielekonsole, die den Namen ‚Ouya’ tragen sollte, wurde offiziell vorgestellt. Die Konsole ist Open-Source und basiert auf Google’s Betriebssystem Android, dass in der Regel auf SmartPhones und Tablets wiederzufinden ist. Anders als bei Spielen auf dem SmartPhone oder Tablet, handelt es sich bei der Ouya allerdings um eine stationäre Konsole die an den TV angeschlossen und mit einem Standart Controller betrieben wird.
Die Finanzierung der Ouya
Über KickStarter startete die Geschäftsführerin von Boxer 8 und Kopf hinter der Ouya Julie Uhrmann eine Kampagne um das benötigte Geld für die Umsetzung der Idee zusammenzusammeln. Am 10. Juli startete die Kampagne um das Ziel von 950.000 US-Dollar, das Uhrmann angestrebt hatte, zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand den Erfolg des Projektes abschätzen. Nur 8 Stunden und 22 Minuten nach dem Start der KickStarter-Kampagne sah dies aber schon wieder anders aus. Genau so lange hat es gedauert bis über die Crowdfunding –Plattform eine Millionen Dollar zusammengekommen sind.
Zwar gab es bereits vorher einige (wenige) Projekte, die die Eine-Millionen-Marke bei Kickstarter erreicht hatten, allerdings schaffte es kein anderes Projekt in dieser Rekordgeschwindigkeit. Somit trägt die Ouya bis heute den Titel des ‚am schnellsten finanzierten Projekts’ bei KickStarter. Innerhalb von 24 Stunden kamen sogar bereits 2.589.687,77 Dollar zusammen, was der Ouya einen weiteren Rekord einbrachte.
Am 09. August wurde die Kampagne offiziell beendet. Ganze 8.596.475 Dollar kamen in nur 30 Tagen zusammen. Somit wurde das Ziel sogar um das achtfache übertroffen. Nur die Pebble: E-Paper Watch for iPhone and Android konnte mit knappen 10,3 Millionen Dollar mehr Spenden sammeln.
Jeder der der mindestens 99 Dollar spendete sicherte sich eine der Konsolen inklusive eines Controllers, sobald sie verfügbar ist. Bei höheren Spenden konnte zum Beispiel noch einen zweiten Controller für seine Open-Source-Konsole erhalten.
Die Spezifikationen der Ouya:
- Nvidia Tegra 3 SoC
- Quad-Core ARM Cortex A9 CPU
- Nvidia ULP GeForce GPU
- 1GB RAM
- 8GB interner Flash-Speicher
- HDMI-Anschluss für den TV mit bis zu 1080p HD
- WiFi 802.11 b/g/n
- Bluetooth LE 4.0
- Ein USB 2.0 Anschluss
- Ein Ethernet Anschluss
- Ein kabelloser Controller
- (1 Analog-Sticks, D-Pad, 8 Action-Buttons, 1 System-Button und 1 Touchpad)
- Betriebssystem: Android 4.1
Die Technik:
Bereits vor Beginn der KickStarter-Kampagne gab Julie Uhrmann an, dass ein funktionierender Prototyp der Android-Konsole vorliegt.
Angefeuert wird die Ouya von einem Nvidia Tegra 3 mit vier Cortex-A9 Kernen und einem weiteren fünften Companion-Kern. Zwar handelt es sich bei allen fünf Kernen um Cortex-A9 Kerne, allerdings ist der Companion-Kern auf nicht rechenintensive Aufgaben ausgelegt und auf maximal 500 MHz begrenzt. Dadurch wird einiges an Strom eingespart.
Sollte die Konsole aber mal gefordert werden, springen die vier weiteren Kerne nacheinander an, die weitaus mehr Power bieten. Getaktet sein sollen diese Kerne mit bis zu 1,5 GHz. Die fünf CPU-Kerne teilen sich einen Chip (SoC) mit den 12 GPU Kernen des Tegra 3. Diese sind bei der Berechnung von 3D-Bilder bis zu 3x leistungsfähiger als der Vorgänger Tegra 2 und sind zusätzlich stromsparender. Um das Maximum aus dem Tegra 3 zu holen arbeitet man bei der Ouya eng mit Nvidia zusammen.
Der Ouya Controller
Die Ouya wird zusammen mit einem Standart-Controller ausgeliefert. Auf den ersten Blick erinnert er zumindest von der Anordnung der Analogsticks und der Action-Buttons an den Xbox 360 Controller. Zusätzlich zu den klassischen Eingabemöglichkeit verfügt der Ouya-Controller aber zusätzlich noch über ein Touchpad (ähnlich dem auf der Rückseite der PS Vita). Dadurch wird den Entwicklern von Games ein weiteres Werkzeug für die Steuerung in die Hand gegeben. Vor allem da Spiele für Android meist für die Steuerung per Multi-Touch-Display auf dem SmartPhone oder dem Tablet ausgelegt sind.
Auch wenn im Lieferumfang nur ein Controller enthalten ist – Insgesamt können bis zu vier Controller mit der kleinen Box verwendet werden. Welche Einsatzmöglichkeiten sich für den Controller bieten werden und was die Entwickler aus ihm herauskitzeln bleibt aber erst einmal noch abzuwarten.
Die Software:
„Lasst uns die Spiele günstiger in der Entwicklung und günstiger für den Kauf machen!“
Das Team hinter der Ouya verfolgt das Konzept, dass Spielen wieder günstiger werden sollte. Den Entwicklern wird bei der Gestaltung ihrer Apps und Spiele freie Hand gelassen – fast jedenfalls! Die einzige Einschränkung die es gibt, dürfte vor allem die Spieler freuen: Die entwickelten Spielen müssen entweder komplett kostenlos sein, oder zumindest zu einem Teil kostenlos spielbar sein (Free-To-Play).
Selbstverständlich müssen auch Software- und Spieleentwickler Miete bezahlen und den Kühlschrank füllen. Damit diese auch etwas verdienen, können sie auf verschiedene Vertriebsmodelle für ihre Spiele zurückgreifen. Es kann zum Beispiel eine kostenlose Demo-Version angeboten werden, die auf die Vollversion upgegraded werden kann, In-Game-Items können kostenpflichtig angeboten werden oder die Spieler können freiwillig spenden, wenn ihnen ein Spiel gefällt.
Durch den Einsatz von Android ist jede Ouya im Grunde bereits ein Development-Kit (Dev-Kit). Das entsprechende SDK, das für die Ouya den Namen ODK (Ouya Development Kit) trägt, wird ebenfalls kostenlos zum Download angeboten. So kann sich jeder Interessierte an die Arbeit machen Software für die Kickstarter-Konsole zu entwickeln. Es fallen keine weiteren Kosten an.
Mulimedia:
Auch wenn die Ouya als Spielekonsole vermarktet wird, bietet sie wie auch andere Spielekonsolen die Möglichkeit des multimedialen Entertainment von der Couch aus. Da Android die Basis bildet sind auch Apps für YouTube und Konsorten keine große Herausforderung. Zusätzlich werden durch die Integration von XBMC in den kleinen Würfel noch weitere Möglichkeiten angeboten um Filme, Musik o.ä. komfortabel abzuspielen.
‚Hackers Welcome’:
Ein weiteres Feature, dass die Fangemeinde die Auslieferung der ersten Konsolen kaum erwareten lässt, ist das Versprechen, dass sich die Ouya leicht rooten lässt und man somit die komplette Kontrolle über das Betriebssystem (Android 4.1) bekommt. Und das ganz eohne die Garantie zu verlieren, wie es bei Tablets und Smartphons Gang und Gebe ist.
Doch nicht nur die Software kann (ganz offiziell) den eigenen Wünschen angepasst werden. Auch bei der Hardware selbst haben die User, Bastler und Entwickler freie Hand. Andere Konsolen wie die Xbox 360, Wii oder PS3 sind mit speziellen Schrauben gesichert, die das Öffnen erschweren sollen, bei der Ouya sieht es aber ganz anders aus. Hier wird offiziell dazu eingeladen selbst Hand anzulegen – Aus diesem Grund sind alle Teile ‚nur’ mit Standart-Schrauben montiert (auch der Controller)! So soll die Möglichkeit geboten werden eigene Hardware mit der Ouya zu betreiben.
Der Ouya Store:
Der Großteil der Spiele soll über den hauseigenen Ouya Store gratis zur Verfügung stehen. Hier werden exklusive Ouya Titel zu finden sein. Laut letzten Informationen soll dafür auf den Zugang zum Google Play Store verzichtet werden.










