PSN-Hack: 250.000 Pfund Strafe gegen Sony

Beim PSN-Hack vor gut zwei Jahren ist es Unbekannten gelungen die Daten von Millionen PlayStation Network Usern zu entwenden. Neben Namen und Adressen gelangten auch E-Mail-Adresse, Kreditkartendaten und Passwörter der...

Beim PSN-Hack vor gut zwei Jahren ist es Unbekannten gelungen die Daten von Millionen PlayStation Network Usern zu entwenden. Neben Namen und Adressen gelangten auch E-Mail-Adresse, Kreditkartendaten und Passwörter der Nutzer in die Hände der Hacker. Ganze 24 Tage war das PSN aufgrund des Hackerangriffs im April 2011 nicht erreichbar.

Jetzt wurde in Großbritannien von der obersten Datenschutzbehörde Information Commissioner’s Office (ICO) gegen Sony eine Strafe in Höhe von 250.000 Pfund (ca. 300.000 Euro) verhängt. Laut des ICO waren die Sicherheitsmaßnahmen von Sony „einfach nicht genug“. Die Angriffe hätten verhindert werden können, wenn die Software auf dem neusten Stand gewesen wäre. Aber auch die Passwörter als solche waren unsicher, so das ICO.

„Wenn man für so viele Kreditkarten- und Log-In-Daten verantwortlich ist, dann hat die Sicherheit dieser Daten die oberste Priorität. Dies war hier einfach nicht der Fall und als die Datenbank das Ziel von Angriffen – mit einer kriminellen Absicht – wurde waren die Sicherheitsmaßnahmen einfach nicht gut genug. Es ist offensichtlich, dass man dies besser hätte wissen müssen. Es handelt sich um ein Unternehmen, das in der technischen Branche tätig ist und es herrscht kein Zweifel darüber, dass sie sowohl über das technische Know-How als auch über die Ressourcen verfügen um die Daten zu schützen“, David Smith (Deputy Commissioner und Director of Data Protection)

Beim PSN-Hack handelt es sich um einen der schwerwiegendsten Fälle von Datendiebstahl der letzten Jahre. Doch das ganze hatte anscheinend auch eine positive Seite: Laut einer Umfrage die kurz nach Bekanntwerden des PSN-Hacks durchgeführt wurde, würden 77 Prozent der Verbraucher künftig vorsichtiger mit der Weitergabe von persönlichen Daten an andere Websites sein.

Sowohl die Unternehmen als auch die Verbraucher sollten vorsichtiger beim Umgang mit persönlichen Daten sein. Eine Sammelklage gegen Sony in den USA wurde im vergangenen Jahr bereits weitestgehend abgewiesen.

Neben dem mangelnden Schutz der Kundendaten geriet Sony auch wegen ihrer Informationspolitik negativ in die Presse. Der Vorfall wurde erst mit großer Zeitlicher Verzögerung gemeldet.

[Quelle]