Dem Koreanische Zoll ist es am Montag gelungen einen Fälscherring ausfindig zu machen, der zig-tausende illegale Kopien von Nintendo DS Spielen vertrieb.
Insgesamt 25 Personen sollen in darin verwickelt gewesen sein, so berichtete die koreanische Tageszeitung ‚Korean Herald’. Bei den betroffenen Personen handelt es sich größtenteils (15) um Betreiber von Online-Shops.
90.000 Kopien von Spielen für den Nintendo Handheld sollen in Form von R4, DSTT und DSTTi Modulen verkauft worden sein. Der Verkaufspreis der Spiele wurde zwischen ca. 30 und 70 Euro angesetzt. Laut koreanischen Angaben soll so eine Summe von ca. 70 Millionen Euro zusammengekommen sein.
Auf den bis zu 16GB großen Speicherkarten befanden sich teilweise je bis zu 300 Spiele. Die Module sind dafür bekannt vom Nintendo DS als ‚echte’ Spiele erkannt zu werden, wodurch die Kopierschutzmechanismen der Spiele ausgehebelt wurden. In den Online-Shops wurden die gefälschten Spiele mit „100 Prozent echt“ und „perfektem Kundendienst“ beworben.
Einige der Käufer bekamen die Spiele auf den Speicherkarten, andere mussten sich die Spiele über Filesharing Websites herunterladen.
Um nicht aufzufliegen wurden häufig die IP-Adressen geändert und die Onlineshops aus Internet-Cafes betrieben. Bankkonten und Telefonnummern wurden auf gefälschten Namen eingerichtet und sogar Teilzeit-Mitarbeiter wurden eingestellt um mit der fülle an Bestellungen fertig zu werden.
Insgesamt 30 Fahnder des Zolls arbeiteten sein April daran den Fälscherring ausfindig zu machen.
„In Anbetracht der Tatsache, dass die Meisten Käufer Jugendliche und Kinder sind, machen sie sich durch solche illegalen Käufe weniger schuldig“, so ein koreanischer Zollbeamter.
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